Rechtsextremismuskongress 2./3. Juli in der Uni-Lüneburg

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Demonstrations-Zug “Kein Raum für Nazis” 15. Mai 2010 11:00 in Walsrode

Samstag, 15. 5. um 11 Uhr

Start: Am Jugendzentrum Walsrode

Moorstr. 89 / Ecke Marktplatz

AUFRUF

Demonstrations-Zug

„Kein Raum für Nazis“

Am 8.Mai 2010 (Jahrestag der Befreiung vom Faschismus/Ende des 2. Weltkrieges), morgens in aller Frühe zerschlugen Nazis nahezu alle Scheiben des Jugend- und Kulturzentrums (kurz JUZE) in Walsrode und schmierten an die Wand „Jetzt kommt unser Zug“. Der Stadtbauhof sicherte das Zerstörte. Jugendzentrum und Jugendliche setzten alles daran, dass das für den Abend geplante antifa-Konzert stattfinden konnte. Das Konzert war eine nachgeholte Veranstaltung in der Reihe „Zug-der-Erinnerung auf der Heidebahn“.

Der Anschlag galt dem JUZE und dem „Zug-der-Erinnerung“ (ZdE), der an Opfer und Täter von Nazi-Verbrechen erinnert und im Herbst 2009 in Niedersachsen gastierte.

Aus aktuellem Anlass:
Bereits 2006 antworteten Nazis mit Schmiererei und kaputter Scheibe auf eine Antifa-Info-Veranstaltung im JUZE. Walsroder Nazis drohen und schlagen anders denkende Jugendliche und Erwachsene, beschmierten in großem Maßstab die BBS und andere Schulen sowie das Gemeindehaus der Zeugen-Jehovas mit Nazi-Symbolen, Gedenkfeier-Kränze am Judenfriedhof wurden zerrissen oder gestohlen, Nazi-Aufkleber werden immer wieder hundertfach verbreitet, Hakenkreuze in Bänke geschnitten und MigrantInnen wurden nicht nur beim Fußball beleidigt. Inzwischen nehmen sie auch an Nazi-Aufmärschen teil, so am 12.9.09 in Hannover.

Einige junge Männer schicken sich an Führerfiguren zu werden und sammeln Mitschüler um sich und in einigen Dörfern wächst eine junge Naziszene heran. Wir haben rund um Soltau-Fallingbostel längst zu viele Nazis. Schluss damit! Wir rufen alle Menschen, Interessenvertretungen, Schulen, Gruppen und Vereine auf: Zeigt den Nazis die Rote Karte. Beteiligt Euch bunt und kreativ an dem Demonstrations-Zug durch die Innenstadt von

Walsrode am 15. Mai 2010.


Die Demonstration wird unterstützt von:

  • AG Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage der BBS Walsrode,
  • Antifaschistische Initiative SFA,
  • Atarov-Unterstützerkreis,
  • Bd.90/Die Grünen Walsrode,
  • culture courage,
  • DGB SFA,
  • Die Linke,
  • ev. luth. Kirchengemeinde Walsrode,
  • ev. luth. Kirchenkreis Walsrode,
  • GEW, Gruppe „Ehrbares Handwerk“,
  • Kijuku e.V.,
  • IG BCE-Jugend im Industriepark Walsrode,
  • IGS-SchülerInnen Hannover-Linden,
  • Initiative Zug-der-Erinnerung/Geschichtswerkstatt Han.,
  • SPD/Walsrode,
  • Sportverein CIWAN,
  • Stadtmarketing Walsrode,
  • ver.di-Bildungs- und Tagungszentrum Walsrode,
  • ver.di SFA,
  • ver.di-Jugend,
  • VVN/BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes),
  • Volleyballgruppe Benefeld und Umgebung

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Keine Nazikundgebung in Buchholz!

In 2 1/2 Wochen wollen Lüneburger Neonazis ihre Propaganda im nahen Buchholz verbreiten.

Hierzu ein Aufruf antifaschistischer Gruppen:

Die rassistische Hetze stoppen – Der NPD entgegentreten!

Für den 3. April 2010 ruft die neofaschistische NPD zu einer Kundgebung im niedersächsischen Buchholz in der Nordheide auf. Unter dem rassistischen Motto “Kriminelle Ausländer ausweisen” hat der Unterbezirk Lüneburg der niedersächsischen NPD diese Veranstaltung angemeldet. Dies gilt es gemeinsam zu verhindern!

Mit Rassismus auf Stimmenfang

Die NPD vertritt eine völkisch-rassistische Ideologie, in deren Mittelpunkt die Idee von “Rassen” und “Völkern” mit angeblich unverwechselbaren nationalen und kulturellen Eigenschaften. In der Tradition der Nationalsozialisten konstruieren die Nazis von heute “die Nation” auf der Basis einer ethnisch-kulturellen Homogenität als exklusive Abstammungs- und Volksgemeinschaft. Die biologisch definierte “Volksgemeinschaft” gilt es laut der NPD und anderer Nazis zu schützen und vor “Vermischung” zu schützen.

Diese Ideologie der Ungleichheit der Menschheit zielt auf die Entrechtung, Ausgrenzungund Eliminierung des als “fremd” definierten. Mord und Totschlag sind dabei immer mitgedacht.

Mit der Veranstaltung will die NPD an rassistische Einstellungen in der Gesellschaft anknüpfen und Debatten über angeblich zunehmende Kriminalität und die Verschärfung des Strafrechts für sich auszunutzen und rassistisch aufzuladen. Das rassistische Motto appelliert einerseits an das rassistische Gedankengut des neonazistischen Klientels und bildet andererseits große Schnittmengen mit bürgerlich-rassistischen Diskursen, wie zuletzt losgetreten durch den SPD-Politiker und Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin oder in den letzten Jahren vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch.

Zwei maßgeblich artikulierte Forderungen sowohl des bürgerlichen Lagers, als auch der NPD, sind die Verschärfung des Strafrechts sowie die Abschiebung vermeintlich krimineller oder “nicht-verwertbarer Ausländer”. Ziel solch einer Debatte ist wohl kaum eine zukünftige Verhinderung irgendwelcher Straftaten, sondern der Wunsch zu strafen und Rache zu üben, wie auch die Selbstbestätigung im eigenen ressentimenthaften Denken. So war es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass aus einer langen Liste von Übergriffen und Gewalttaten gerade der im Dezember 2007 in München von der politischen Rechten herausgegriffen wurde, um ihn nach allen Mitteln ihrer Kunst aufzubereiten. Besonders zu beobachten war dabei die massive Betonung der “nicht-deutschen” Herkunft der Täter und der angeblichen Beschimpfung des Opfers als “Scheiß Deutscher”. Obwohl das für die objektive Betrachtung des Hergangs völlig unwichtig ist, werden durch die Verkürzung der Tat auf die konstruierten Gegensätze “Deutsch” und “Ausländisch” Projektionsflächen für rassistische Selbstbestätigung geschaffen. Das “Deutsche” kann mit dem Opfersein gleichgesetzt werden, wohingegen das “Ausländische”, das “Fremde” mit einer irrationalen Bedrohung assoziiert wird. Mit den realen Umständen der Tat hat dies dann kaum noch etwas zu tun und genauso wenig kann es zur zukünftigen Verhinderung von Gewalt dienen. Die eigene Ideologie bestätigend, werden nationale Identitäten konstruiert, irrationale Bedrohungsszenarien geschaffen und rassistische Ausgrenzung weiter verstärkt.

Mit Hetze gegen Migrant_innen wird selten vor plattesten Stammtischparolen zurückgeschreckt und in einer widerlichen Art und Weise Forderungen nach Verschärfungen des Strafrechts mit rassistischen Untertönen verknüpft. Obwohl die Zahl der Straftaten sinkt, geht es in den Debatte zumeist nur um härtere Strafen, Abschiebeforderungen und “Law and Order”. Nicht verwunderlich ist dabei der Beifall von der NPD. Für rechte Wahlstrategen – nicht nur von der NPD – ist die “Kriminalität ausländischer Jugendlicher” ein willkommenes Argument, allen Menschen mit anderer Herkunft in Deutschland ihre Daseinsberechtigung zu entziehen. Dabei ist es eine verkürzte Sichtweise, beim Thema Kriminalität nur über Menschen mit Migrationshintergrund zu sprechen. Jugenddelinquenz hat – unabhängig von der Herkunft – fast immer mit fehlenden Perspektiven, abgebrochener Schulausbildung und beschämenden sozialen Verhältnissen zu tun. Genau hier müsste mensch also ansetzen, anstatt populistisch die Keule des Strafrechts zu schwingen. Doch Menschen wie Roland Koch und Konsorten hängen immer noch dem Irrglauben an, soziale Probleme durch das Strafrecht lösen zu können.

In einer Gesellschaft, die sich auf Gewalt gründet, ist eben diese nichts “Fremdes”, dessen Eindringen vorgebeugt werden kann. So werden u.a. tagtäglich Frauen sexistischer Unterdrückung ausgesetzt, so genannte “Ausländer_innen” rassistisch ausgegrenzt und Lohnabhängige aus kapitalistischer Notwendigkeit ausgebeutet. Diese mitunter gewaltsam aufrecht erhaltenen gesellschaftlichen Unterdrückungsverhältnisse produzieren als Konsequenz wiederum Gewalt.

In den Debatten um Abschiebungen und weitere Verschärfungen der Lebensbedingungen für Migrant_innen, die einen großen Teil der Programmatik der NPD und ähnlicher Gruppierungen ausmacht, bewegen sich NPD und einige bürgerliche Politiker_innen auf einem ähnlichen Terrain. Die Praxis des institutionalisierten Rassismus, sprich den Lagerzwang für MigrantInnen, der Arbeits- und Reiseverbote für Flüchtlinge und weiterer staatlicher Zwangsmaßnahmen, ist nicht trennbar von dem der Nazis und umgekehrt. Die Nazis erkennen im staatlichen Rassismus eine teilweise Verwirklichung eigener Wünsche von rassistischer Ausgrenzung und Gewalt, die es aus ihrer Sicht zu verstärken gilt. Ebenso kann ihr Agieren und Intervenieren in gesamtgesellschaftlichen Zusammenhängen eben diese verschärfen.

Der NPD entgegentreten!

Der Naziaufmarsch steht auch in einem Zusammenhang mit dem erstarken neonazistischer Strukturen im Landkreis Harburg. Seit zwei Jahren ist dort eine erhebliche Zunahme neofachistischer Aktivitäten zu verzeichnen. Die dortigen Nazistruktruren gehören im nördlichen Niedersachsen zu den zahlenmäßig größten und aktivsten. Einher damit geht eine Reihe von Übergriffen und Überfällen, die sich vor allem gegen Jugendliche richten, die sich gegen die Nazis engagieren.

Neben der NPD ist vor allem die Nazikameradschaft “Gladiator Germania” aus Tostedt aktiv. Die Naziszene gruppiert sich dabei um den Naziladen “Streetwear Tostedt”, der von dem Nazi und verurteilten Totschläger Stefan Silar betrieben wird.

Anmelder der Nazikundgebung ist Manfred Börm aus Handorf. Dieser Nazi ist seit Jahren in div. neofaschistischen Organisationen aktiv gewesen. Unter anderem in den verbotenen Jugendorganisationen “Wiking Jugend” und “Heimattreue Jugend Deutschland”. Wegen zahlreicher Straftaten, u.a. Waffendiebstähle, saß er mehere Jahre im Knast. Heute ist er Mitglied im Bundes- und Landesvorstand der NPD, sowie Unterbezirksvorsitzender seiner Partei. Er gilt als einer der einflußreichsten Nazifunktionäre in Norddeutschland.

Die Nazikundgebung sollte eigentlich schon am 5. Dezember 2009 in Buchholz stattfinden. Aus organisatorischem Unvermögen und weil die NPD übersehen hatte, das an diesem Tag ein größeres Kinderfest stattfand, hatte Manfred Börm damals seine Anmeldung wieder zurückgezogen. Nun will er es erneut versuchen.

Einen ähnlichen Aufmarsch führte die NPD – angemeldet durch Manfred Börm – schon im Januar 2008 im nahe gelegenen Meckelfeld durch. Nach rassistischen Pöbeleien und einer Schlägerei nutzten die Nazis dies für eine rassistische Hetzkampagne.

Gutes tun – Die Nazis stoppen!

Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus entstehen auch aus der Mitte dieser Gesellschaft. Neonazistrukturen können sich dort ausbreiten, wo ihnen bisher nur wenige Widerstände entgegen gesetzt wurden, in einem Klima des Wegschauens und Verschweigens. Dagegen gilt es die Stimme zu erheben und aktiv zu werden!

Wir werden uns immer und überall den Nazis entgegenstellen. Rassistische Hetze wird auch nicht in Buchholz ungestört stattfinden. Doch es geht nicht nur darum Manfred Börm und seinem Gefolge in ihrem handeln zu stören, sondern sich jedem rassistischen und nationalistischen Denken und Handeln zu widersetzen – egal wo und wie es sich zeigt.

Am 3. April 2010 wollen wir den Nazis einen Strich durch ihre Rechnung machen und jeder Form von Rassismus den Kampf ansagen. Mach mit!

Schöner leben ohne Nazis und Rassismus!

  • Arbeitskreis Antifaschismus Buchholz [AKAB]
  • junge antifaschistische Initiative Lüneburg (j.a.I.L.)
  • Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen

(Quelle: http://www.nazis-aufhalten.de/docs/a-aufruf.htm)

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Bpb & IDA e.V.: Rechtsextremismus in Europa (28.04.2010 bis 29.04.2010, Bergisch Gladbach)

Rechtsextremismus ist ein europaweites Phänomen. Zwar unterscheiden sich seine Erscheinungs Organisationsformen von Land zu Land ebenso wie die staatlichen und zivilgesellschaftlichen Gegenstrategien, die ideologischen Überzeugungen und politischen Aktivitäten der extremen Rechten aber weisen Übereinstimmungen auf. Also hat auch die politische Bildungsarbeit vor Ort mit vergleichbaren Hindernissen und Herausforderungen zu tun. Die zunehmende Vernetzung der Rechten in Europa manifestiert sich in gemeinsamen Konferenzen, Konzerten, Demonstrationen oder auch in Parteibündnissen im Europaparlament. Gerade in Zeiten des Internets und seiner Möglichkeiten bedarf es einer europäischen Perspektive und grenzüberschreitender Informationen und Vernetzung.

Die Fachtagung will Akteurinnen und Akteure der politischen Jugend Blick über den Tellerrand” ermöglichen. Die Teilnehmenden werden über das Phänomen des Rechtsextremismus in Europa und dessen internationale Vernetzung informiert. In Workshops werden spezifische Aspekte im europäischen Vergleich bearbeitet. Daneben wird es Raum geben, sich mit politischen Bildnerinnen und Bildnern aus europäischen Initiativen und Organisationen auszutauschen und deren Strategien kennenzulernen.

www.bpb.de

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Spannende Fortbildung

zum Thema: “Kommunalpolitik und Rechtsextremismus”!

Am 13.03.2010 veranstalten die Friedrich-Ebert-Stiftung Niedersachsen und die DGB Region Nord-Ost-Niedersachsen eine Fachtagung zum Thema “Kommunalpolitik und Rechtsextremismus”.

Samstag,  13. März 2010
9:30 Uhr -16:00 Uhr
Anschließend Kulturprogramm

Flyer-Download (ca. 2,4MB-PDF)…

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Polizei beschlagnahmt „Dresden-Nazifrei“-Plakate

In 3 1/2 Wochen, am 13. Fe bruar, soll in Dresden der größte Naziaufmarsch des Jahres stattfinden. Mehr als 5000 Teilnehmer sind zuerwarten. Unter dem Motto „Dresden – Nazifrei“ ruft ein breites antifaschistisches Bündnis zu Blockaden auf. Die Polizei führte heute Nachmittag in Berlin und Dresden Hausdurch suchungen durch, um diese Mobilisierung zu stören.

<mehr lesen…>

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Wintersonnenwendfeier in Eschede

Es ist unglaublich aber wahr…

Zwei Mal jährlich treffen sich unzählige Neonazis auf dem Hof Nahtz in der Nähe von Eschede im Landkreis Celle und begehen ihre Sonnenwendfeiern, auch jedes Mal wird dagegen mit vielen Menschen demonstriert.

Leider gehört es aber ebenso zur traurigen Realität, dass diese Gegendemonstrationen, unter anderem durch die Sicherheitsbehörden, diffamiert und kriminalisiert werden. So wurde bei der letzten winterlichen Protestkundgebung über Stunden von den Pressesprechern der Polizei behaupet, dass bei Vorkontrollen etliche Waffen von AntifaschistInnen sichergestellt wurden.
Eine Überprüfung vor Ort erbrachte das Gegenteil: Die für die Asservaten zuständige Beamtin wollte den DemonstrationsbeobachterInnen zunächst keinen Zutritt zum Asservatencontainer gewähren, folgte dann jedoch der Anweisung ihres Vorgesetzten. Die beschlagnahmten Waffen bestanden lediglich in EINER Rollmütze, die einem Demonstranten (bei winterlichen Temperaturen) abgenommen wurde, da er sich damit hätte vermummen können!

In allen Nachrichten des NDR und des lokalen Radios war jedoch noch bis weit in den Abend hinein das Märchen von vielen, gefährlichen Waffen zu hören.

Diese Tradition setzte sich nun auch amtlicherseits fort.

Eine bereits Ende September für Samstag, den 19.Dezember 2009 angemeldete Demonstration mit Kundgebung wurde vom Landkreis Celle mit so hohen Auflagen versehen, dass der Sinn und Zweck des Protestes und der Demonstration leider nicht mehr zu erkennen war.

In ihrem 13-seitigen Verfügungsschreiben wurde die Demonstrationsroute ins politische Aus und der Kundgebungsort an eine Stelle verlegt, an dem der Protest keinen Bezug mehr zum kritisierten Geschehen haben würde.

Der geneigte Beobachter fragt sich, was der Landkreis Celle damit bezwecken wollte?

Zurück bleibt nach zähen Verhandlungen des DGB mit dem Landkreis das mulmige Gefühl, dass die Nazis feiern und der Landkreis Celle seinen vermeindlich geschickten Feldzug für die Schaffung von Ruhe und Ordnung in dem kleinen Provinzstädtchen gleich mitfeiert.

Allerdings scheint die Erkenntnis noch nicht bis dorthin vorgedrungen zu sein, dass man dem braunen Spuk nicht durch Nichtbeachtung, sondern nur durch lauten und sichtbaren Widerstand beikommt!

Insofern:

Liebe Verantwortliche des Landkreises Celle, mit Ihrem Verwaltungshandeln fördern sie die Aktivitäten von (Neo- und Alt-) Nazis, sie fördern die Akzeptanz dieser menschenverachtenden Ideologen und machen sich mitverantwortlich dafür, dass dem nichts entgegengesetzt werden kann.

Ein paar Kilometer entfernt, auch in Ihrem Landkreis, kann man sich ansehen, was aus dieser Haltung schon mal, vor nicht einmal 70 Jahren, geworden ist. Eine traurige Berühmtheit, die der Ort Bergen-Belsen bei Celle weltweit dadurch erfuhr!!!

Schluss mit dem Nazi-Spuk!
Schluss mit der behördlichen Kriminalisierung von AntifaschistInnen!
Schluss mit dem behördlichen Wegsehen in bezug auf (neo-) nazistische Gefahren!

Machen Sie sich nicht zum Büttel menschenverachtender Nazihorden!!!

Deshalb jetzt!

Demonstration:
Samstag, 19. Dezember 2009
Beginn: 13:30 Uhr
Bahnhofsvorplatz Eschede

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Neonazis sind Pisser…

In der Nacht zu Samstag wurden zwei regional bekannte Neo-Nazis dabei erwischt, wie sie an die Tür eines in Lüneburg wohnenden Antifaschisten urinierten.

Auf frischer Tat ertappt, beschimpften die beiden einen Hausmitbewohner, traten gegen und entrissen ihm sein Fahrrad. Dieser konnte bis zum Markt vor den beiden Neo-Nazis flüchten und die Polizei verständigen.

Offenbar hat die örtliche Neo-NaziSzene jeglichen Öffentlichkeitsdrang nun komplett gegen Harndrang eingetauscht. Wollen wir hoffen, dass sich das Verhalten nicht auch im Kreistag fortsetzt… Oder besser doch, damit auch die Öffentlichkeit mal was zu Lachen hat…

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Stadt Lüneburg genehmigt Heß-Gedenken

Einmaliges geschah am gestrigen Montag in der Hansestadt. Die Stadt Lüneburg genehmigte eine am vergangenen Freitag angemeldete Mahnwache des verurteiltem Neonazi-Terroristen und NPD-Kandidaten Manfred Börm aus Handorf. Damit stellt die als NPD-Veranstaltung getarnte Kundgebung am Todestag von Rudolf Heß bundesweit ein Novum dar. In allen anderen Städten werden ähnliche Veranstaltungen seit Jahren verboten. Warum die Ordnungsbehörde der Stadt an dieser Stelle einen Sonderweg geht und solch einen Aufzug von Neonazis genehmigt, bleibt völlig im Unklaren. Doch damit nicht genug. Die Stadt Lüneburg wies den Rechtsextremen den Lamberti-Platz zu, welcher direkt an der Geschäftsstelle des Deutschen Gewerkschaftsbundes gelegen ist. Der DGB engagiert sich seit Jahren entschlossen gegen die Umtriebe von Nazis, so sind sie eine aktive Kraft im Bündnis für Demokratie / Netzwerk gegen Rechtsextremismus. Dass dies zu einer direkten Gefährdung der Gewerkschafter führen kann, sah die Ordnungsbehörde wohl anders. Sie hielt es nicht einmal für nötig den DGB über den Aufmarsch von Neonazis zu informieren. Das zur selben Zeit die Arbeitsgruppe für die in Lüneburg verlegten und von Neonazis gestohlen Stolpersteine tagte, bildet nur den Gipfel der Insensibilität.

Rund 20 Kameraden aus der Region folgten den Aufruf von Manfred Börm und Lasse Bruno Krüger, welche an diesem Tag per Megaphon Reden an die meist jungen Neonazis hielten. Begleitet wurden sie von mehr als 300 Lüneburgerinnen und Lüneburger, die spontan zusammenkamen um dem rechten Spuk ihren lautstarken und kreativen Protest entgegen zu bringen. Von allen Seiten drängten die Menschen an die Polizeiabsperrung, um mit Sprechchören, Trommeln und Transparenten gegen die Rechtsextremen vorzugehen.

Um 20h wurden die Neonazis, geschützt von der Polizei, zu ihrem Ladengeschäft „Hatecore“ in der Altenbrückertorstraße gebracht. Demonstranten versperrten dabei in friedlichen Menschenketten den Abreiseweg, um den Rechtsextremen den Tag so unangenehm wie möglich zu gestalten. Die Polizei reagierte mit völlig unangemessener Gewalt. So berichteten Augenzeugen, dass die friedlichen Protestler ohne Vorwarnung mit Faustschlägen ins Gesicht und Tritten in den Unterleib niedergeschlagen wurden. Eine Strafanzeige wurde gestellt. Bereits zuvor wurde ein junger Mann durch einen Polizeihund am Arm verletzt.

Vor dem Geschäft des Neonazis Christian Sternberg sammelte sich erneut der Protest, so dass die Polizei die Neonazis mit Taxen abtransportieren lassen mussten.

Nach der versuchten Flugblatt-Verteilaktion von Neonazis am vergangenen Samstag, welche erfolgreich durch antifaschistischen Widerstand weitestgehend unterbunden werden konnte, nun die zweite desaströse Aktion von Neonazis in Lüneburg innerhalb von drei Tagen. Es bleibt abzuwarten, wie die im letzten Jahr äußerst aktive Lüneburger Nazi-Szene auf dieses Trauerspiel der vergangenen Tage reagiert.

Die Stadt Lüneburg, wie auch die eingesetzte Polizei, müssen sich den kritischen Fragen stellen. Die brutale Vorgehensweise von einzelnen Polizeikräften an diesem Tag, kann nicht kommentarlos hingenommen werden. Das Vorgehen der Stadt Lüneburg löst an dieser Stelle nur noch Befremden aus. Sollte sie auch im kommenden Jahr Neonazis einen legitimierten Rahmen für ihre Naziverbrecher-Verehrung bieten, wird sich die Hansestadt mit wachsender Beliebtheit unter den Nazis auseinandersetzten müssen. Denn dann hat sie schnell den Ruf, die einzige Stadt der Bundesrepublik zu sein, wo am 17. August Mahnwachen von Rechtextremen durchführbar sind.

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Nazis auf Lambertiplatz?

Wie soeben bekannt wurde, haben die Nazis, um Manfred Börm, von der Stadt Lüneburg den Kundgebungsort Lambertiplatz genehmigt bekommen.

Sie wollen dort von 17:30 bis 20:00 Uhr eine Kundgebung abhalten.

Wir protestieren aufs schärfste dagegen, dass sich (Neo-)Nazis mitten in der Stadt breit machen können – noch dazu in direkter Nachbarschaft zum Gewerkschaftshaus, in dem die Geschichtswerkstatt und die “Initiative Stolpersteine in Lüneburg” ihren Sitz hat.

Gerade auch vor dem Hintergrund, dass jüngst (Neo-) Nazis diese Gedenksteine geschändet, teilweise sogar aus dem Pflaster gerissen und vernichtet haben.

Dass nun solche Gruppierungen ihren braunen Gedankenmüll auf dem Lambertiplatz verklappen dürfen sollen, ist ein Affront.

Alle LüneburgerInnen sind aufgerufen dagegen vor Ort lautstark zu protestieren!

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