Kreativer Widerstand der Stadt Riesa

Es muss nicht immer ein blockierter Aufmarsch von (Neo-) Nazis oder eine verabschiedete Resolution des Stadtrates sein. Wie die sächsische Stadt Riesa nun zeigt, gibt es auch für komunale Behörden durchaus kreative Möglichkeiten sich gegen organisierte (Neo-) Nazis zu stellen.

Wie die Süddeutsche Zeitung im letzten Monat berichtete, liegt in der “Mannheimer Straße” die Pressezentrale der “Deutschen Stimme”, die bundesweite Zeitschrift der NPD. Um der rechtsextremen Partei deutlich aufzuzeigen, dass sie in Riesa ungewollt ist, haben die parlamentarischen Stadtvertreter nun beschlossen eben diese Straße in “Geschwister-Scholl-Straße” umzubennen. Natürlich ist die Bestürzung der örtlichen Nazis groß, denn welcher Rechtsextremist möchte schon in seinem Briefkopf Geschwister-Scholl stehen haben?

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 28.06.2010

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